5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren ohne Einfluss auf die Prostatakrebs-Mortalität

5-Alpha-Reduktase, blockiert von Finasterid. Grafik: Lea – stock.adobe.com

Laut einem systematischen Review samt Metaanalyse mit mehr als 3 Mio. Patienten wirken sich 5-Alpha–Reduktase-Inhibitoren (5-ARI) nicht auf die Mortalität bei Prostatakrebs (PCa) aus.

Die Arbeit liefere jedoch wichtige Daten für die klinische Versorgung, betonen Dr. Michael Baboudjian vom North Academic Hospital in Marseille, Frankreich, und seine Kollegen.

Die Literaturrecherche erfolgte im August 2022 anhand von PubMed/Medline, Embase und Web of Science. Dabei galten Studien als geeignet, wenn sie bei der Analyse der PCa-Mortalität in randomisierten klinischen Studien und pro- oder retro­spektiven Kohortenstudien männliche Patienten jeden Alters einschlossen, die 5-ARI-Anwender waren, und mit solchen verglichen, die diese Medikamente nicht erhielten.

Von 1200 gescreenten Datensätzen waren 11 Studien geeignet. Damit konnte das Team 3.243.575 Patienten einschließen: 138.477 Anwender von 5-ARI und 3.105.098 Nichtanwender. Die Auswertung ergab keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Anwendung von 5-ARI und der PCa-Mortalität (adjustierte HR 1,04; 95 %-KI 0,80–1,35; p=0,79). Dies traf auch dann zu, wenn die Analyse auf Studien beschränkt wurde, die Patienten mit einer PCa-Diagnose zu Studienbeginn ausschlossen (adjustierte HR 1,00; 95 %-KI 0,60–1,67; p=0,99) oder die nach den PSA-Werten adjustiert waren (adjustierte HR 0,76; 95 %-KI 0,57–1,03; P=0,08).

(sf)